Fissurenversiegelung
Die Fissurenversiegelung ist eine vorbeugende Maßnahme, bei der die feinen Rillen (Fissuren) auf den Kauflächen der Backenzähne mit einem dünnfließenden Kunststoff verschlossen werden, um Karies zu verhindern.
Die Kauflächen der Backenzähne haben natürliche Rillen und Grübchen (Fissuren), die oft so eng sind, dass Zahnbürstenborsten nicht hineinreichen. Hier können sich Bakterien und Speisereste ansammeln und Karies verursachen.
Bei der Fissurenversiegelung wird ein dünnfließender Kunststoff auf die Kaufläche aufgetragen, der in die Fissuren fließt und mit UV-Licht ausgehärtet wird. Die Oberfläche wird dadurch glatt und leicht zu reinigen.
Die Versiegelung ist besonders sinnvoll für die bleibenden Backenzähne von Kindern und Jugendlichen (zwischen 6 und 16 Jahren), die gerade erst durchgebrochen sind. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für die großen Backenzähne bis zum 18. Lebensjahr.
Auch bei Erwachsenen kann eine Fissurenversiegelung sinnvoll sein – zum Beispiel bei tiefen Fissuren und erhöhtem Kariesrisiko. Die Versiegelung hält in der Regel fünf bis zehn Jahre und kann bei Bedarf erneuert werden.
Häufige Fragen
Verwandte Begriffe
Fachlich geprüft von Dr. Stefan Helka
Zahnarzt & Implantologe · denta1 CLINIC Herne · Aktualisiert am 1. Juni 2025
