Parodontitis (Zahnfleischentzündung)
Parodontitis ist eine bakterielle Entzündung des Zahnhalteapparats, die unbehandelt zum Zahnfleischrückgang, Knochenabbau und letztlich zum Zahnverlust führen kann – die häufigste Ursache für Zahnverlust bei Erwachsenen.
Parodontitis – umgangssprachlich fälschlicherweise oft 'Parodontose' genannt – ist eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparats (Parodontium). Sie beginnt meist als Zahnfleischentzündung (Gingivitis) und kann sich auf den Kieferknochen ausbreiten, der die Zähne hält.
Die Hauptursache sind Bakterien in Zahnbelag (Plaque), die sich in den Zahnfleischtaschen ansammeln. Risikofaktoren sind mangelnde Mundhygiene, Rauchen, Diabetes, genetische Veranlagung und Stress.
Typische Anzeichen sind Zahnfleischbluten, gerötetes oder geschwollenes Zahnfleisch, Mundgeruch und im fortgeschrittenen Stadium lockere Zähne. Tückisch: Parodontitis verläuft oft lange schmerzfrei und wird deshalb spät erkannt.
Die Behandlung umfasst eine systematische Reinigung der Zahnfleischtaschen (Scaling und Root Planing), unterstützt durch eine verbesserte häusliche Mundhygiene. In schweren Fällen kann ein chirurgischer Eingriff oder eine Antibiotikatherapie notwendig sein. Eine lebenslange Nachsorge (UPT) ist essentiell.
Häufige Fragen
Verwandte Begriffe
Fachlich geprüft von Dr. Stefan Helka
Zahnarzt & Implantologe · denta1 CLINIC Herne · Aktualisiert am 1. Juni 2025
