Zystenentfernung (Zystektomie)
Bei der Zystenentfernung (Zystektomie) wird ein mit Flüssigkeit gefüllter Hohlraum im Kieferknochen oder Weichgewebe chirurgisch entfernt, um weitere Schäden zu verhindern.
Zysten im Kieferbereich sind mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume, die sich langsam vergrößern und den umgebenden Knochen verdrängen können. Die häufigsten sind radikuläre Zysten (an der Wurzelspitze eines toten Zahns) und follikuläre Zysten (um nicht durchgebrochene Zähne).
Zysten verursachen oft lange keine Beschwerden und werden häufig als Zufallsbefund auf Röntgenbildern entdeckt. Erst bei Größenzunahme können Schwellungen, Druckgefühl oder eine Lockerung benachbarter Zähne auftreten.
Die Behandlung erfolgt chirurgisch: Bei der Zystektomie wird die gesamte Zyste einschließlich ihrer Auskleidung entfernt. Der entstandene Hohlraum wird gereinigt und kann mit Knochenersatzmaterial aufgefüllt werden. In Kombination mit PRF kann die Heilung beschleunigt werden.
Nach der Entfernung wird das Gewebe feingeweblich (histologisch) untersucht, um die Art der Zyste zu bestätigen und andere Erkrankungen auszuschließen.
Häufige Fragen
Verwandte Begriffe
Fachlich geprüft von Dr. Stefan Helka
Zahnarzt & Implantologe · denta1 CLINIC Herne · Aktualisiert am 1. Juni 2025
