Osseointegration
Osseointegration bezeichnet das direkte Verwachsen eines Zahnimplantats mit dem umgebenden Kieferknochen – die biologische Grundlage für den festen Halt eines Implantats.
Der Begriff Osseointegration wurde vom schwedischen Orthopäden Per-Ingvar Brånemark geprägt, der das Phänomen in den 1960er Jahren entdeckte. Er beschreibt den Prozess, bei dem Knochenzellen direkt auf der Implantatoberfläche wachsen und eine feste Verbindung bilden – ohne Bindegewebe dazwischen.
Die Osseointegration dauert in der Regel sechs bis zwölf Wochen im Unterkiefer und drei bis sechs Monate im Oberkiefer. In dieser Zeit sollte das Implantat möglichst nicht belastet werden, damit der Knochen ungestört anwachsen kann.
Moderne Implantatoberflächen sind speziell aufgeraut oder beschichtet, um die Osseointegration zu beschleunigen und zu verbessern. Faktoren wie Rauchen, Diabetes oder Medikamenteneinnahme können den Prozess beeinflussen.
Eine erfolgreiche Osseointegration ist die Voraussetzung für die dauerhafte Stabilität eines Implantats. Regelmäßige Nachkontrollen und eine gute Mundhygiene tragen dazu bei, dass die Verbindung langfristig stabil bleibt.
Häufige Fragen
Verwandte Begriffe
Fachlich geprüft von Dr. Stefan Helka
Zahnarzt & Implantologe · denta1 CLINIC Herne · Aktualisiert am 1. Juni 2025
