Zahntrauma (Zahnunfall)
Ein Zahntrauma ist eine durch Unfall oder Gewalt verursachte Verletzung von Zähnen, Zahnhalteapparat oder umgebendem Gewebe – schnelles Handeln kann den Zahn retten.
Zahntraumata reichen von leichten Absplitterungen bis zum vollständigen Ausschlagen eines Zahns. Häufige Ursachen sind Sportunfälle, Stürze, Unfälle und Gewalteinwirkung. Besonders betroffen sind Frontzähne bei Kindern und Jugendlichen.
Bei einem ausgeschlagenen Zahn zählt jede Minute: Der Zahn sollte an der Krone (nicht an der Wurzel!) angefasst, in eine Zahnrettungsbox, kalte Milch oder Speichel gelegt und sofort zum Zahnarzt gebracht werden. Bei schneller Reimplantation (innerhalb von 30 Minuten) sind die Erfolgschancen am besten.
Auch Zähne, die gelockert, verschoben oder eingedrückt wurden, brauchen sofortige Behandlung. Sie werden reponiert (in die richtige Position gebracht) und geschient, um ihnen Zeit zur Ausheilung zu geben.
Nach einem Zahntrauma sind regelmäßige Nachkontrollen über Monate bis Jahre wichtig, da Spätfolgen wie Wurzelresorption oder Absterben des Zahnnervas erst nach Wochen oder Monaten auftreten können.
Häufige Fragen
Verwandte Begriffe
Fachlich geprüft von Dr. Stefan Helka
Zahnarzt & Implantologe · denta1 CLINIC Herne · Aktualisiert am 1. Juni 2025
